Ein Gedicht des Realismus, beklemmende Angst, ein unruhiges Metrum, aber ein Kreuzreim
Gedicht Hintergrund anpassen
In stummer Straßen lauten Klang,
wo Schatten durch die Gassen schleichen,
spinnt Angst ein Netz, das eng und bang,
die Hoffnung will schier stündlich weichen.
Der Mond stößt aus sein bleiches Licht,
auf Mauern wo die Uhren bleiben,
die Zeit sie zittert, doch verricht',
den Takt, den leeren Puls zu treiben.
Ein Herz, das in der Brust noch schlägt,
im Takt der Unrast uns durchdrungen,
vom Zweifel stets das Mark zerfrägt,
mit Ängsten tief in Nacht gesungen.
Die Wahrheit malt im düsteren Schein,
in Farben kalt und ungebunden,
die Welt bleibt eben—hart und klein,
und wir sind nur die tiefen Wunden.