Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selber sitzt.
Gedicht Hintergrund anpassen
In deinem Blick ein fremder Schein,
Ein Spiegelbild, das still verleiht
Dem Widerspruch in deinem Sein,
Ein Funke, der im Innern schreit.
Du siehst den Schatten, den du trägst,
Im Antlitz dessen, dem du fluchst,
Und wenn du seinen Fehler schlägst,
Zerbricht das Bild, das du verfluchst.
Denn was im Andern zu dir spricht,
Ist Teil von dir, ist dein Gesicht.
Versteh den Hass, den du empfängst—
Sein Ursprung liegt bei dir, bedrängt.
Im Frieden findst du, was befreit,
Die Einsicht, die das Herz befreit.
So lass das Bild im Schweigen los,
Und wachse still in deinem Schoß.