Wir haben einen Auftrag, der ganz klar besagt, dass die Menschen mit Behinderung ein Recht auf Arbeit und Bildung haben. Das ist im Gesetz verankert. Aber es gibt hier Personen, die jetzt schon Ideen haben, wie TFS zu laufen hat, nämlich sämtliche Angebote im Sozialraum aufgeben, Beschäftigung im Wohnen anbieten, Die Person hat auch schon genaue Vorstellungen geäußert, wer in welchem Bereich arbeiten soll. Ohne Rücksicht auf Verluste! Z.B. sollten Schüler ebenfalls in beiden Bereichen arbeiten. Schüler, die eh nur drei Tage die Woche da sind und sowieso genug zu tun haben mit Praxis, Schule, Ausarbeitungen usw.So verliert man systematisch Mitarbeiter! Ganz zynisch gefragt: Ist das vielleicht sogar das Ziel? Wir wissen doch alle, wie das enden wird, wenn jetzt schon von der ach so neutralen Dienstplanschreiberin solche Bemerkungen kommen. Dienste im Wohnen werden abgedeckt, und die TFS-Dienste sind zweitrangig. Laut ihrer Aussage ist es doch schon schön, wenn die Bewohner einfach mal den Raum wechseln und in der TFS sind. Der Inhalt und wie diese Räume mit Leben gefüllt werden scheint zweitrangig zu sein. Doch das wir einen hohe Qualitätsanspruch haben an uns und unsere Arbeit findet kein Zuspruch und Anerkennung. Ganzheitlich arbeiten bedeutet nicht, die Mitarbeiter ganzheitlich in allen Bereichen einzusetzen und zu verheizen.Zum ganzheitlichen Arbeiten gehört für mich der eine sowohl der andere Bereich abzudecken mit den Bezugspersonen, die sie kennen. Klar, die TFS kann ohne das Wohnen nicht bestehen, aber andersherum eben auch nicht. Es geht schließlich nicht um Befindlichkeiten. Aber, dass die MA sich genau ihren Arbeitsplatz ausgesucht haben, sowohl im Wohnen als auch in der TFS schient egal zu sein. Die ersten Mitarbeiter gehen. Ja, das nimmt man in Kauf. Gnadenlos. Was wollen Sie damit erreichen? Das Modell hat doch schon gezeigt, dass die Mitarbeiter so nicht arbeiten wollen, ich würde behaupten nicht können. Was sagte damals eine Kollegin, woraufhin sie aus dem Modell ausgestiegen ist: Man steht immer zwischen zwei Stühlen, so als ob Mama und Papa sich streiten. Ist das wirklich das, wohin Sie wieder wollen? Die Mitarbeiter verheizen und sie schlussendlich verlieren? Seit Jahren ist das finanzielle Problem bekannt. Trotzdem wird ein 12 Millionen Bau hier hingesetzt. Das wäre doch bestimmt günstiger gegangen?Warum werden Kündigungen einfach so hingenommen und nicht hinterfragt? Hat das je jemanden interessiert? Warum findet man keine Lösungen, um die Mitarbeiter, und zwar richtig gute Mitarbeiter zu halten? Jetzt wo das Wasser mehr als bis zum Hals steht müssen wir diesen ganz Schlamassel ausbaden!
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In einem Land, das Rechte nennt,
Wo's klar im Gesetz verankert brennt,
Steh'n wir vor dem großen Spalt,
Erschaffen durch Gedanken kalt.
Ein Recht auf Arbeit, Bildung gar,
Für jeden Menschen, das ist klar.
Doch Stimmen flüstern, fast im Drang,
Zu trennen, was zusammen klang.
Im Schatten planen sie den Lauf,
Die Eigenarten nimmt man in Kauf.
Personen, die verkaufen wertvoll Zeit,
Für Ziele fern der Menschlichkeit.
Doch fragen wir, wohin das führt,
Wenn man die Menschlichkeit entführt.
Die Anker lösen sich im Wind,
Die Sehnsucht nach dem Gleichen schwind't.
In Räumen, die noch Leben suchen,
Sind Person und Seele am Verbluten.
Ein Spiel mit Stühlen, hart und kalt,
Verliert man Menschen jung und bald.
Warum sind Kündigungen schal,
Als Lösung nicht im Widerhall?
Warum kein Ohr für Lüftlein klar,
Die flehen: Schützt nur das, was war.
Es bleibt uns Hoffnung, leise, still,
Dass Menschlichkeit nicht weichen will.
Ganzheitlich und mit Herz bedacht,
Dass Arbeit Liebe neu entfacht.