ein humoristisches langes gedicht darüber dass das lyrische Ich nicht böse chauen kann
Gedicht Hintergrund anpassen
In einem Spiegel, groß und klar,
Steh' ich da, voll seltsamer Gefahr.
So ernst will ich blicken, unnahbar und hart,
Doch wird mein Gesicht zum ulkigen Bildnis der Kunst.
Die Augen verengen sich wie ein wütender Drachen,
Der Mund zittert kaum, doch kein Zorn will erwachen.
Die Stirn gefaltet, als wäre ich klug,
Doch kichern die Lippen, selbst im strengen Versuch.
Stelle ich mich hin, wie ein finsterer Riese,
Wird's Publikum doch nur von Lachen befließen.
Denn auch wenn der Groll mir die Stirn in Falten legt,
Lacht mein Innerstes leise, wie sich der Zorn windet und regt.
So geb' ich es auf, die Fassade der Grimm',
Und nehm' stattdessen ein lächelnd Gesicht mit heim.
Denn Böses zu schau'n, das schaff' ich wohl nie,
Ein Komiker des Lebens bleib' frohen Muts stets ich.