Schreibe eine Ballade über die schöne Witwe Katharina, die im Jahr 1528 als Hexe denunziert und in den Hexenturm gesperrt wird. Die in der Folterkammer den Qualen der Daumenschrauben und der Streckbank widersteht, ohne ein Geständnis abzulegen.Wie sie jedoch alles gesteht und sogar ihre Tochter verrät, als man ihre nackten Fußsohlen über der Hitze einer mit glühenden Kohlen gefüllten Metallschale versengt.
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In einem Turm aus Stein und Blut,
Wo Flammen flüstern, leis und gut,
Saß Katharina, stark und rein,
Verleumdung trug sie ganz allein.
Der kalte Stahl der Daumenschrauben,
Verbog den Willen, ließ ihn glauben.
Doch auch die Schrecken einer Nacht,
Haben ihren Geist nicht weichgemacht.
Die Streckbank zog und Bog’ ihr Glied,
Und dennoch fiel kein Wort vom Lied,
Das sie in ihrer Brust bewahrte,
Die Lüge, die sie nie entblarter.
Doch glühend Kohlen, Rot wie Schmerz,
Entzündeten ihr starkes Herz.
Das Fleisch verbrannt, der Mut gebrochen,
Da hat sie endlich doch gesprochen.
Sie klagte sich und ihre Tochter an,
Dass sie im Bund mit Teufeln stand’n.
Ein Schrei, der durch den Kerker hallte,
War das, woran ihr Geist zerknallte.
Selbst die stärkste Seele beugt,
Wenn Feuer ihre Grenzen zeugt.
So ging sie ein in dunkle Nacht,
Wo keine Wahrheit je erwacht.