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Ich traf einen Reisenden aus einem antiken Land,der sagte: „Zwei riesige, stammlose Beine aus SteinStehen in der Wüste. . . . Neben ihnen, auf dem Sand,liegt halb versunken ein zerschmettertes Gesicht, dessen Stirn,Mit runzliger Lippe und höhnischem, kaltem Blick,Sagen, dass ihr Bildhauer wohl die Leidenschaften lasDie noch überleben, eingeprägt in diese leblosen Dinge,Die Hand, die sie verhöhnte, und das Herz, das sie nährte;Und auf dem Sockel stehen diese Worte:Mein Name ist Ozymandias, König der Könige;Seht auf meine Werke, ihr Mächtigen, und verzweifelt!Nichts anderes bleibt übrig. Um den Zerfalldes kolossalen Wracks, grenzenlos und kahlDer einsame, flache Sand sich weithin erstreckt.“

Ein Wand'rer aus vergang'ner Zeit erzählte,  
Von einem Antlitz, längst im Sand verwehte.  
Zwei Säulen ragten, stumm und ohne Halt,  
Zeugnis des Stolzes, der Blicke kalt.  

Die Lippen spottend, die Stirn voll Zorn,  
Des Bildhauers Kunst war nicht verlor'n.  
"Tretet heran, ihr Mächtigen, und seht,  
Die Werke Ozymandias, was noch besteht!"  

Doch ringsumher nur Ödnis, Sandgeflecht,  
Wo das einst Große längst zerbrach, zerbrecht.  
Stumm zeugt das Antlitz, in Stein gemeißelt,  
Vom ewigem Stolz, im Nichts verheißet.

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Ein Wand'rer aus vergang'ner Zeit erzählte, Von einem Antlitz, längst im Sand verwehte. Zwei Säulen ragten, stumm und ohne Halt, Zeugnis des Stolzes, der Blicke kalt. Die Lippen spottend, die Stirn voll Zorn, Des Bildhauers Kunst war nicht verlor'n. "Tretet heran, ihr Mächtigen, und seht, Die Werke Ozymandias, was noch besteht!" Doch ringsumher nur Ödnis, Sandgeflecht, Wo das einst Große längst zerbrach, zerbrecht. Stumm zeugt das Antlitz, in Stein gemeißelt, Vom ewigem Stolz, im Nichts verheißet.