Am Mittwoch habe ich Jantar mein Berittpferd das letzte Mal gesehen und geritten. Bis am Freitag wusste ich von alle dem noch gar nichts was noch passieren wird. Die Besitzerin (Mirjam) hat mit gekündigt, weil ich mich in ihren Augen nicht schnell genug zurückgemeldet habe, wenn sie mir eine Nachricht geschrieben hat. Mich hat es meistens überfordert, wenn ich gesehen habe, dass eine Nachricht von ihr gekommen ist und wenn es eine Sprachnachricht war, hatte ich immer Panik. Mirjam weiss nicht, wie es mir seit längerer Zeit geht und das ziemlich alles für mich eine Herausforderung ist und extrem viel Energie kostet. Mir schmerzt das Herz extrem, weil es mir so leid tut für Jantar, dass er jetzt ohne mich leben muss und er mich eigentlich braucht wie Frau Kistler (meine Lehrerin aus der Schule) gesagt hat. Ich konnte mich nicht einmal von ihm verabschieden. Ich hatte bereits Albträume, wo ich ihn wiehern gehört habe und seinen sehr traurigen blick gesehen habe, als würde er weinen. Ich weiss gerade nicht, wie es weiter gehen soll und zudem überfordert es mich, dass ich mich wahrscheinlich noch mit der Besitzerin treffen muss. Gestern Abend kamen dann zum ersten mal meine Emotionen und ich habe sehr geweint und die Tränen sind einfach nur geflossen, weil ich es so ungerecht und unmöglich finde, wie das ganze abgelaufen ist und wie mich Mirjam und Ursi meine Ex-Chefin behandelt haben.
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Im Schatten der Mittwochmorgenfrüh,
sah' ich Jantar, mein treuer Freund,
sein Fell im ersten Licht so gemütlich,
im Sattel fühlte ich mich vereint.
Am Freitag, unbekannt noch der Lauf,
die Welt zerbrach in stummer Flucht,
Mirjam schrieb, die Worte rau,
von ihrer Nachricht entfloh die Luft.
Panik pochte in meinem Herz,
Nachrichten brachten Furcht und Pein,
sie wissen nicht um meinen Schmerz,
wie schwer die schlichte Antwort sein.
Für Jantar schmerzt mein Herz so sehr,
ohne Abschied, ohne Blick zurück,
in Träumen hör ich sein trauriges Begehr,
sein Wiehern sucht vergeblich mein Glück.
Nun sitz ich hier, das Herz so schwer,
die Tränen fallen, tief und klar,
die Welt erscheint so ungerecht,
und die Erinnerung bleibt mir nah.
Möge Jantar wissen, tief im Sein,
dass Liebe niemals wirklich geht,
und in der Stille meines Schrein
sein Bild und Wiehern ewig steht.