Gedicht mit feinsinnigen, nicht direkt zu erkennenden Anspielungen auf die klassiche Antike zum Thema Liebe zum Schönen ubd Unfähigkeit zur Partnerschaft
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Zwischen Marmorfluren schweben leise Klänge,
wo Eros seine goldne Bogen strafft,
des Helden Ruhm, der einst so laut erdrang,
nun nur noch sanft im Schatten ferner Kraft.
Aphrodites Antlitz, unerreichbar fern,
verklärt in Schimmern sanfter Abendglut,
wo Seelen nach dem Schönen stets begehren,
doch stets vergebens suchen innre Ruh.
Die Winde säuseln um die Tempelmauern,
Sisyphus rollt den steinernen Fluch empor,
verfangen bleibt das Herz im ew’gen Schauer,
vermag zu seh’n, doch nie zu finden Tor.
So treibt der Mensch im Kreis des alten Strebens,
um Schönheit ringend ohne Ziel und Rast,
bewundert ewig, doch verfehlt das Leben,
die Liebe schimmert – flüchtig nur gefasst.