Hier steh ich nun als Vater von Marlena und darf sie jetzt endgültig loslassen. Es sind doch erst 23 Jahre her, als du Marlena auf die Welt gekommen bist. Als du zur Welt kamst, hat sich alles verändert und alles war neu. Sich darauf vorzubereiten war fast unmöglich. Verantwortung, Liebe, Hingabe, Erziehung, spielen, lachen, aber auch weinen, schlaflose Nächte, Sorgen. Das alles war neu. Hätte ich dich Marlena malen dürfen, hätte ich dich genauso wie du bist gemalt.Aber Marlena ist ja nicht nur mein Kind, sondern auch Gottes Kind. Und so durfte ich lernen, Gelassenheit und Vertrauen auf Gottes Führung zu haben, dass er sie auch leitet.Der Weg nach Karlsruhe mit 16 Jahren war schon das erste große Loslassen, aber ich war mir sicher, dass das der richtige Weg für sie war. Rein in ein neues Leben. FSJ, Ausbildung, Studium, neue Freundschaften finden, neue Gemeinde finden, fünf Wohngemeinschaften in fünf Jahren – so lernt man Karlsruhe kennen.Und jetzt frage ich Dich auch mal „ Was meinst Du?“Musik, Gottesdienst, dienen, Freundschaften, lachen, Und schließlich kamst du Marvin in Marlenas Leben und somit auch in unser Leben, in mein Leben. Ein neues Familienmitglied, bei dem man weiß, er wird jetzt immer Teil der Familie sein. Und ich bin froh und glücklich, dass du jetzt Teil unserer Familie ist. Ein Schwiegersohn, der mit seinen Fähigkeiten und Gaben auch unsere Familie bereichert.Musik, Gesang, Gitarre, gute Gespräche, tiefgründig, lustigUnd heute ist eure Hochzeit. Zwei Menschen sagen Ja zueinander für alle Zeiten. Da jubeln wir und da jubelt der Himmel. Ich bin gespannt, was ich von euch als Ehepaar noch alles lernen kann.Ich freue mich mit euch zu feiern und stoße mit euch allen an.
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Hier steh ich nun, der Vater von Marlena,
Die zwanzig prachtvollen Jahre sah’n vergehen.
Von Kindheitstagen bis zur strahlend schönen Szene,
Jetzt lass ich los und seh, wie Weiten dir entstehen.
Als du geboren wurdest, wurd’ die Welt neu entdeckt,
Mit Liebe, Sorge, und Verantwortung verwoben.
Nächte voll Lachen, Tränen, und die Frage: was ist perfekt?
Dein Porträt, wär’s gemalt, wär vom Himmel erhoben.
Karlsruhe rief und du zogst in die Ferne,
Sechzehn Jahre, ein Aufbruch in das neue Sein.
Mit Gottvertrauen und ungebroch’nem Sterne-
Glanz zogen Ausbildung und Studium dich ein.
Fünf Jahre, fünf Heime, Freundschaften, und mehr,
Erbeuteten das Leben, das du hegen sollst mit Sanftmut.
Dann Marvin, der in dein und unser Leben trat,
Ein Herz mehr im Kreis und ein Frohsinn, der bebt gut.
Heute sprechen zwei ein Ja für die Ewigkeit,
Himmelsjauchzen und ein Glanz, der uns umwohnt.
Ich hebe das Glas, sehe Liebe in der Zeit
Und bin gespannt, was noch aus euren Herzen loht.