Fünfzig Jahre jung, oh Tante mein,
Die Falten, die lachen, der Rücken, der schrein'.
Ein halbes Jahrhundert, man glaubt es kaum,
Doch im Herzen zart, wie ein frühlingsgrüner Baum.
Der Estrich ist fern, die Buckelpiste ruft,
Im Kalender der Hausarzt, der regelmäßig prüft.
Die Brille, ein Freund, nein, nicht um zu lesen,
Sondern all die Kuchenstücke genau zu erfassen und zu genesen.
Die Kinder, sie sträuben graue Haar,
Der Kuchen, er blendet mit Kaloriengefahr.
Doch Tante, du strahlst wie immer prachtvoll,
Mit Humor, der so quirlig wie Sektbläschen toll.
Auf die nächsten fünfzig mit Lachen und Spaß,
Trink' ein Glas für die Jugend, und noch eins für das Maß.
Dein sechstes Jahrzehnt, das dir Freude gebe,
Bleib' du doch für immer Tante in der zweiten Lebenshälfte lebe!