Vor knapp 26 Jahren – im Herbst 1999 – im vorigen Jahrtausend – lernte ich sehr langsam die Eltern meines neuen Freundes, Reinhard aus Frauendorf kennen. Reinhard war sehr oft bei mir – zur Überraschung seiner Mama auch schon bald die ganze Nacht. Mama machte sich dabei schon Sorgen, Omama mit 44 zu werden.In Frauendorf gab es nicht viel Verhör, Tochter von bekannter Schneiderin Lici und Ferkelhändler Fritz. Reinhard schleuste mich immer gleich in sein Zimmer ein. Von dort konnte die man die lauten Stimmen wortwörtlich verstehen. Reinhard nahm mich zum Familienschilauf nach Bad Kleinkirchheim im Februar 2001 mit. Dank Helgas Fürsorge fuhren wir zum Arzt, der mir damals mein Leben rettete. Viele gemeinsame Familienschiurlaube folgten. In Fügen in Tirol baten mir Helga und Leo auf Anraten von Astrid das DU-Wort an. Die sichere und mühsame Autofahrt mit Leo am Steuer ist unvergesslich und bleibt mir für immer in Erinnerung. Sehr oft durfte ich bei Reinhard übernachten, ich war schon bald halb bei ihm eingezogen. Bereits in unserer fiktiven Planungsphase unseres Hauses war Leo mit vielen wertvollen Tipps und Ratschlägen zur Seite. Bevor wir mit dem Projekt Hausbau begannen, zogen wir noch mal schnell für 10 Monate nach Wien. Beim Einzug und Auszug wurde auch gerne geholfen.Viele Jahre bevor wir konkret mit dem Hausbau begannen, haben wir mit Leo oft über unsere Vorstellungen und Wünsche gesprochen. Leo hat unsere Fantasien gerne angehört – insgeheim hat er sich seinen Teil oft gedacht – sich öfters auf die Zunge beißen müssen. Und uns schonend und mit Bedacht in die Realität zurückgebracht.Beim Hausbauen endlich war es einerlei egal ob mit dem Traktor, mit dem Werkzeug oder mit reiner Männerkraft auf Leo war Verlass!Zu Beginn der Hausbauphase verließen wir unser kleines Nest in Wien und ich zog nun komplett in Reinhards Kinderzimmer ein. Als Gegenleistung für das Wohnen durfte ich die Familie lukullisch verwöhnen. Zu Ostern 2012 gerade noch rechtzeitig vor unserer Hochzeit zogen wir in unser neues Heim. Ich glaube Leo und Helga haben sich über den Auszug genauso gefreut wie wir!Meine zwischengelagerten Tupperschüsseln und Gmundner Keramiksachen belagerten nun nicht mehr Helgas Kästen! Die Zeit verging im Flug. Über das erste Enkelkind, das Leopold heißen soll, freuten sich Helga und Leo so wie wir. Die überraschende Pensionierung Helgas war optimal, sodass ich nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen konnte. Das 2. Enkelkind war auch eine Freud, auch da durften die stolzen Großeltern bald viel auf die beiden aufpassen. Bei der Autokaufberatung im Dezember 2017 weihte ich Leo vorzeitig in unser Geheimnis ein: wir brauchten einen Bus, da nun das Enkelkind Nummer 3 unterwegs war. Irgendwann dazwischen bekam ich von euch ein Auto geschenkt. Das ist auch nicht selbstverständlich. Mit Freude fuhr ich sehr gerne mit dem eleganten Lexus aus! Mit unserer Anna – Enkelkind Nummer 4 haben wir euch beide so wirklich überrascht. Nur weil wir so verlässliche und fürsorgliche Großeltern haben, ist unser Traum einer großen Familie wahr geworden. Viele besondere Momente konnten wir mit und dank euch teilen: die ersten Schritte unserer Kinder, die ersten Worte, das Fahrradfahren, das Schwimmen, das Schifahren, das Eislaufen, ….Egal was kam, wir konnten uns immer auf euer Wort verlassen. Wird’s Helga bei uns zu bunt, engagiert sie sich sogar als Putzfrau. Rund um die Uhr seid ihr für uns da. Ich kann mich noch erinnern, als mich Leo ins Krankenhaus fuhr, als ich während Peters Schwangerschaft plötzlich Bauchschmerzen bekam. Wie oft sie auf die anderen Kinder aufgepasst haben, während wir plötzlich mit kranken oder verletzten Kindern zum Arzt oder ins Krankenhaus mussten. Mein 5jähriges Wirtschaftspädagogik Studium hattet ihr nie angezweifelt, sondern im Gegenteil unterstützt und gefördert. Erst kürzlich benötigte ich Spätabends eure Hilfe, wofür ich euch von Herzen dankbar bin. Ich bin dankbar für euren wertschätzenden Umgang und eure Fürsorge und Unterstützung, die ich von euch jederzeit erfahren kann.Somit Wünsche ich euch zu eurem gemeinsamen Wiegenfeste .. nur das Allerbeste!
Gedicht Hintergrund anpassen
Vor sechsundzwanzig Jahren, im Herbst '99,
Fand ich die Liebe, die damals noch schien.
Reinhard hieß er, aus Frauendorf bekannt,
Ein kleines Dorf, wie im Märchenland.
Langsam lernte ich seine Familie kennen,
Ihre Stimmen im Haus, konnte sie kaum trennen.
Helga und Leo mit Herzen so weit,
Nannten mich bald Tochter, voller Herzlichkeit.
In Bad Kleinkirchheim der Winter uns rief,
Der Schi auf den Schwingen, so leicht wie ein Brief.
Dank Helgas Sorge fand ich Leben erneut,
Und in Tirolen dann die DU-Wort-Freud.
Erinnerungen weben ein Band, stark und klar,
Gemeinsam die Jahre, so reich und so rar.
Leo der Ratgeber, mit Weisheit bedacht,
Bei jedem Projekt an uns mitgedacht.
Beim Bau unsrer Träume im Haus, voller Kraft,
Zeigte sich, was Familie in Wahrheit schafft.
Helga und Leo, mit Liebe so groß,
Jeder Moment ein Geschenk, ganz famos.
Und dann kamen die Enkel, eins, zwei und mehr,
Gefüllt wurde das Haus mit Kinderverkehr.
Helgas Hände nie müde, immer bereit,
Zu helfen, zu stützen, zu hegen, verleiht.
Die Jahre verflogen, doch eins blieb besteh’n:
Eure Liebe, die uns nie lässt allein geh’n.
Zu eurem Feste, aus tiefstem Gemüt,
Nur das Allerbeste, mit Herzwunsch gesühnt.