Anders als deine eigenen Kinder Jahre später, wolltest du das Licht der Welt zuhause, in der Georgenthaler Straße in Gotha erblicken – deiner großen Schwester Heid weniger zum Erzücken, denn die rief bei deinem Anblick aus: mit dem kann man ja nichts machen, der ist zu klein! Alma Rudolph und Onkel Siegfried aus Canada wurden im Oktober 1950 TaufpatenDas Laufen war bereits damals nicht so dein Ding, aber wenn es für dich in den Hühnerstall ging, bist du allzu gern auf Größwildjagd gegangen, denn du hast nicht selten einen „größen Löwen“ gesehen, wobei es sich um eine gelb-rote Katze handelte, die dort ihr Unwesen trieb.Woher es auch immer kam, aber früh ist der „Bubi“ (so nanntest du dich selber) sehr gesprächsfreudig „Bubi Zug gesehen, Leina gehen!“Flora und Fauna ist anscheinend schon seit frühester Kindheit in dir: so wolltest du anscheinend Förster werden (Tiere haben dir immer schon das Herz erfreut: ob der große Igel von damals, dein Wellensittich Putzi, der immer gerne auf deiner Schulter saß – dieses Tierherz hast du an mich als Erstgeborene weitergegeben, komme was wolle!) Auch dein zweiter Berufswunsch „Bobby“, ein englischer Polizist – ist noch heute gut bei dir wiederzufinden. Ein Stativ deines Vaters wurde zum geliebten Begleiter, von dir, „Bubi“! - als „Gewehr“ auf deiner Schulter. Am ursprünglichen Berufswunsch ist wohl auch deine Freizeitbeschäftigung im Kind- und Jugendalter Schuld: Aktivitäten in der Marinejugend und im Schützenverein: euer Vater hatte Angst du könntest den jungen Schützenkönig schießen was teuer geworden wäre. Auch Unfälle, zu denen du früh neigtest, gehören zu deinem Leben – die aber wunderbarerweise relativ gut ausgehen – und bei allen anderen scheint ein Schutzengel auf deiner Schulter zu sitzen!Als Tänzer bei Tanzschule Gibel hast du eine gute Figur gemacht und wurdest gern eingeladen! Durch den Umzug nach Wolfsburg hast du deine Lehre im Werk gemacht, im Anschluss eine technische Schule bis zu einem weiteren Autounfall bei dem du dir einen Halswirbel angebrochen hast! Es folgte eine Berufsumschulung, das Studentenleben, in dem du mit deiner Knoblauchfahne unsere Mutter, anlocktest - die Frau getroffen hast, die dir einen Mantel nähen konnte, er war fasziniert und ist es wohl bis heute noch, denn es kam die Zeit der Familie und so mancher Traum blieb auf der Strecke. Kochen ist bis heute noch sein Hobby oder auch Pflicht! Für gutes Essen und den entsprechenden Weinen ist der empfänglich - eben ein Genießer!Mit 28 wurdest du dann zum Vater – ohne Ring, aber mit viel Herz, vor euch, liebe Gäste steht das erste Kind. Die Ehe kam erst ein Jahr später und feiert mit ach und Krach im kommenden Dezember den 45. Jahrestag! Als Familienvater wurde das Studium für die finanzielle Lage dann in Tätigkeiten in Messe und Zeitungaustragen an den Nagel gehängt. Bis heute bist du wissbegierig und gibst dieses gern an jeden weiter, ob klein oder groß! Als Ausbilder bei Arbeit und Leben hast du anderen den weiteren Lebensweg geebnet und durch die Zusammenarbeit mit deiner Frau, unserer Mutter, hast du den Spitznamen „Cherié“ (für deine Azubis war der sicherlich an deinem Nachnamen Scheer angelehnt, Mama jedoch hat eben nach ihrem „Cherié“ gerufen) bekommen.Seit 1985 bist du auch Gärtner aus Leidenschaft, hast mit Opa Walter und deiner Frau eine kleine Oase geschaffen, an der sich heute noch jeder erfreut.Dein Familienglück war perfekt mit 31, als sich auch mein Bruder dazu gesellte. Zusammen wurde so mancher Urlaub zelebriert – ob Vater-Kind-Kur an der See, diverse Frankreichurlaube oder aber der Verwandtenbesuch in Canada, wo du eigentlich deinen 50. In einer Blockhütte feiern wolltest! Bis heute haben wir schöne Erinnerungen daran! Lieber Vater, lieber Großvater, Ehemann, Schwager und Freund – um jeden Bezug zu deinen Gästen heute zu finden:in deinen kühnsten Träumen bist du als Hastrobald, Bruder von Hannibal, über die Alpen gezogen, Geschichte(n) aller Art gehören heutzutage zu deiner Leidenschaft, ob griechische Mythologie oder die römische Zeit – bleib wie du bist, mit großem Herzen und bester Gesundheit. Erheben wir die Gläser und freuen uns darauf, den heutigen Tag mit dir zu verbringen!
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In Gotha's Straßen kamst du an,
Ein kleines Wunder, nicht jedermanns Plan.
Doch trotz Schwesterns ung'läubigem Wort,
Fandst du im Tierreich dein kleines Fort.
Ein „Löwe“ oft im Stall entdeckt,
Wie kleine Katzen dich stets erschreckt.
Der Bubi stets mit wachem Blick,
Ein langer Weg, das eig'ne Glück.
Polizist oder Förster, die Träume groß,
Auf deiner Schulter das Gewehr famos.
In Marines Blau und im Schützenverein,
Sah man dich mutig, nie allein.
Durch Stürme des Lebens, Unfall und Schmerz,
Lernst du, der Wille ist immer ein Herz.
Tänzerisch leicht, dann technisch klug,
Kochkunst und Liebe, nie genug.
Familienvater, Cherié genannt,
Fort mit dem Studium, Haushalt geplant.
Im Garten, der Oase, blüht deine Pracht,
Hast Freude gesät und Lieder gemacht.
Urlaube nah und ferne Länder,
Zusammen im Herzen, nicht nur Kalender.
Gewiss, Geschichte(n) voller Passion,
Römische Sagen und Mythos zum Lohn.
Bleib, wie du bist, mit Herz und Verstand,
Lasst uns feiern mit voller Hand.
Ein Gläschen Wein auf all deine Zeit,
Ewige Liebe und Gesundheit geweiht.