Das haben wir für den 60 Geburtstag unseres Chefs erstellt, er geht jetzt in Rente, das als InspirationHallihallo, ihr Lieben Leut,unser Toni wird 60 heut!Da haben wir uns gefragt, was machen wir da,ein paar Zeilen, ist ja klar.Morgens fährt er mit dem Fahrrad über Stock und Stein,um pünktlich auf der Arbeit bei Laboklin zu sein.Mit seinem Moritz im Gepäck,schießt er waghalsig ums Eck.Haben viele auch keinen Bock,ihn sieht man oft im ersten Stock.Auspacken ist für ihn keine Qual,alle anderen haben keine Wahl.Und haben wir beim Einschreiben noch offene Fragen,will er damit keinen anderen plagen,er stellt sich unseren Problemen jeden Tag,weil er uns so gerne mag.Pfeifend läuft er auf und ab,wenn er singt, hauen wir lieber ab…denn schlechte Laune erkennt man daranund trotzdem, himmeln wir ihn an.Den Labordienst nehmen, lässt er sich nicht,denn er sieht es als des Chefes höchste Plicht.Samstag morgens, alle sind noch müde von der Nacht,hat der Chef schon den Pilzbrutschrank leergemacht.Ruft das Parasitenzimmer nach Hilfe und hat keinen Plan,eilt er herbei und sagt „das Kind braucht einen Namen…“Und findet man eine haarige Milbe klein,kommt von ihm nur „Drecksmilbe, was soll das denn sonst sein?!“„Basst schon“ sagt der Chef sehr gernund genau das wollen wir von ihm hör`n.Kommt man zu ihm mit Kummer und Sorgen,gibt`s ein „no no no, das wird schon, bis morgen!“Den kleinen Leberegel weglassen möcht‘ er,bei anderem sagt er „andere Mütter haben auchschöne Töchter.“„Du regst mich auf!“ man oft von ihm hört,„Du mich auch…“ denkt Gisi empört.Die Pause mit ihm wird oft ein Graus,packt er seinen stinkigen Käse aus.Doch ist die Naschschublade bald erschöpft,wird rasch das Portemonnaie geschröpft.Selbst Campylobacter bringt ihn nicht um,nimmt er dagegen Kälberantibiotikum.Mit Aquajogging hält er sich fit,dadurch hält er mit den jungen Mädels Schritt.Auf der Weihnachtsfeier im letzten Jahr,war er unser Superstar.Mit Hut auf dem Kopf und Stab in der Hand,war er außer Rand und Band.Und nun zum guten Schluss wünschen wir von Herzen,ein langes Leben ohne Schmerzen!Bleib lang noch hier in unsrer Gruppe,denn wir sind schließlich die Super-Truppe.Zusätzlich ist uns noch folgendes eingefallen:Unser Chef verlässt uns jetzt, denn es wird sich zur Ruhe gesetztSüßes gibt es in seinem Büro, wir hoffen alle, das bleibt auch soKommt er ins Parasitenzimmer rein, klaut er unsre EimerleinSucht man ihn vergebens, muss es wohl in Mittwoch legen (er hat Mittwochs frei)Pause macht er um halb eins, Weißbier gibt es aber keins, dafür Freitags StinkekäseEs ist keine Ente, unser Chef geht jetzt in Renteund weil man ihn gut leiden mag, machen wir ihm heute einen ganz besonderen Tag45 Jahr gehörte er zum InventarGanz Laboklin ist zusammengetroffen, jetzt wird erst einmal einer gesoffenUnd war die Laune morgens nicht ganz ok, half schnell eine große Tasse Kaffee.Zustätzlich sind uns ein paar Stichpunkte eingefallen:Er musste ständig, wegen größeren und kleineren Problemen zur Personalreferentin Frau Hartmann, er hat es gehasstEr sagt gerne "I love it""Scott Heusinger" statt Grüß Gott"Alle in einen Sack..." wenn er sich über etwas besonders aufregtalternativ "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein" und "Guten Morgen, Liebe Sorgen"Sein bester Kumpel ist Uwe, die beiden telefonieren ständig und man hört den Chef nur laut über den Flur lachenAnsonsten geht er gerne zum Stammtisch und zur WassergymnastikAußerdem ist Freitags Stinkekäsetag und das gibt es immer zur Brotzeit
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Hallihallo, ihr lieben Leut,
heut' ist ein Tag voller Freud!
Unser Toni, der wird sechzig Jahr,
drum sind wir alle beisammen, das ist wahr.
Morgens strampelt er auf zwei Rädern flink,
über Stock und Stein—da gibt's kein Link.
Mit seinem Moritz um die Ecke saust,
doch die Arbeit bei Laboklin nie verpaust.
Im ersten Stock man ihn stets erblickt,
sein Talent, das jeden Tag uns entzückt.
Probleme löst er mit großem Mut,
seine Unterstützung tut uns allen gut.
Freitags riecht's nach Käse fein,
doch den Bertolinis stört das kein,
denn Naschereien teilen wir gerne aus,
auch wenn's mal stinkt im Chefseinhaus.
Die Mittagsrasten ohne Bier vergeh'n,
doch mit gutem Witz kann er uns versteh'n.
"Morgen, Sorgen!"—sein froher Gruß,
macht uns den Abschied doppelt so schwer im Schluss.
In Pension zieht er nun fort,
doch bleibt er unser steter Hort.
Auf die Supertruppe sieht er zurück,
ein langes Leben ihm ohne Verdruss im Glück.
Für Toni heben wir das Glas,
auf viele Jahre voller Spaß!
Bleib wie du bist, das wird schon,
wir sagen „Basst schon!“ in deinem Ton.
Na dann, ein Prost auf unsern Chef,
mit dem wir lachen wie der letzte Gräf.
Scott Heusinger, wir sagen's gern mit Sinn,
weil unser Chef das Lieben in uns weck't von Anbeginn.