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Knecht RuprechtHört mal ich hab Knecht Ruprecht gesehen, er kam vom Himmel herab,mit seinen Schlitten trab trab trabEr hielt beim Haus, von Gerti und Klaus,schwup di wup sauste er durch den Schornstein in die Gute Stube hineinda staunte Klaus nicht schlecht,vor ihm stand Knecht Ruprecht,mit großen Augen schrie erGerti Gerti schau mal herWer ist denn da gekommenfragte Gerti ganz benommen,nur gute Menschen tu ich entdeckenso lass ich die Rute mal stecken Knecht Ruprecht griff in seinen Säckelund holte ein Geschenk heraus pack es wieder ein sagte Klausgriff zu seinem Glas, trank ein schluck Weindann sprach er mit weisen Wortendas braucht man doch an anderen OrtenGerti fiel ihm gleich ins Worthier ist doch ein anderer OrtKnecht Ruprecht schaute mit wirrem Gesichtso sprach Gerti gleich ein GedichtKnecht Ruprecht es ihr rüber schmissGerti das Papier sofort zerrissSie kaum Ihren Augen trautentränen liefen an Ihren Wangen herabda hörten Sie die Hufe schon, trab trab trab

Knecht Ruprecht kam vom Himmel her,  
mit Schlitten und auch Gaben schwer.  
In Klaus' und Gerti's guter Stube,  
verschwand er flink in einem Zuge.

Ein Wunder für die beiden war,  
dass er so plötzlich kam ganz nah.  
Mit Augen groß, rief Klaus voll Schall:  
„Gerti, sieh nur, wer da im Saal!“

Gerti fragte noch ganz stumm,  
warum der Knecht so leise kumm.  
Doch Ruprecht nickte nur bedächtig:  
„Ihr seid zu gut, so tief und mächtig.“

Er griff in seinen großen Sack,  
zog ein Geschenk, ganz ohne Lack.  
„Pack es wieder ein“, sprach Klaus so mild,  
„schenk's andern, die bedürft'ger sind.“

Doch Gerti konnte es nicht fassen,  
sagte: „Lass uns Freude fassen.  
Hier ist ein Ort, voll Wunder funkelnd,  
wo Herzen vor Glück laut ertrunken.“

Knecht Ruprecht, leicht verwirrt, doch froh,  
hörte zu, noch ohne Wo.  
Er gab ein Blatt, ein Weihnachtsstück,  
doch Gerti fand darin kein Glück.

Das Papier, es fiel in Stücke,  
Tränen liefen über Brücke.  
Und draußen hörte man schon bald,  
wie Hufe klangen durch den Wald.

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Knecht Ruprecht kam vom Himmel her, mit Schlitten und auch Gaben schwer. In Klaus' und Gerti's guter Stube, verschwand er flink in einem Zuge. Ein Wunder für die beiden war, dass er so plötzlich kam ganz nah. Mit Augen groß, rief Klaus voll Schall: „Gerti, sieh nur, wer da im Saal!“ Gerti fragte noch ganz stumm, warum der Knecht so leise kumm. Doch Ruprecht nickte nur bedächtig: „Ihr seid zu gut, so tief und mächtig.“ Er griff in seinen großen Sack, zog ein Geschenk, ganz ohne Lack. „Pack es wieder ein“, sprach Klaus so mild, „schenk's andern, die bedürft'ger sind.“ Doch Gerti konnte es nicht fassen, sagte: „Lass uns Freude fassen. Hier ist ein Ort, voll Wunder funkelnd, wo Herzen vor Glück laut ertrunken.“ Knecht Ruprecht, leicht verwirrt, doch froh, hörte zu, noch ohne Wo. Er gab ein Blatt, ein Weihnachtsstück, doch Gerti fand darin kein Glück. Das Papier, es fiel in Stücke, Tränen liefen über Brücke. Und draußen hörte man schon bald, wie Hufe klangen durch den Wald.