Ein klassisches gezwungenes Weihnachten bei Omma. Mit 4 Kindern, 3 kleinere und ein Teenager. Es wird sich über die üblichen Themen Unterhalten. Wetter, Nachrichten, Urlaub und das Essen. Wie jedes Jahr gibt es Rouladen, Rotkohl, Kartoffelstampf und für die Männer Kaninchenfleisch. Dem Teenager ist langweilig und es gezwungen mit den Jüngeren zu spielen. Die kleinen Kinder bekommen Haufen an unnützem Spielzeug. Die Großeltern und Urgroßeltern bekommen den obligatorischen Kalender mit Bildern von den Enkelkindern wie jedes Jahr. Es wird so getan, als wäre alles ganz toll. Niemand redet über die die Trennung und das Felen der Schwigertochter, über die psychischen Probleme der Tante oder die finanziellen Probleme des Onkels. 4 Strophen mit je 4 Versen
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In Ommas Stube flackert Kerzenschein,
Die Kinder toben, alle lachen fein.
Rouladen dampfen, Rotkohl satt,
Doch Herz und Mund sind still wie Blatt.
Gespräche kreisen um das Wetter grau,
Wo bleibt der Schnee? Sicher nicht genau.
Der Urlaub wird wie stets erträumt,
Doch keiner hat je etwas versäumt.
Geschenke stapeln sich, der Teen hörts kaum,
Pflichtbewusst folgt er der Spieletraum.
Die Kleinen prangen im Plastik-Meer,
Ein Lächeln muss, denn das gehört sich sehr.
Der Kalender lächelt aus jedem Jahr,
Fotos glänzen, doch es bleibt nichts wahr.
Die Sorgen schweigen still im Raum,
Unter schillerndem, brüchigem Weihnachtsbaum.