eine kindergeschichte mit schönen, einfachen, emotionalen reimen, reinschema a, a, b, b. hier die geschichte dazu: Hast du dich schon mal gefragt, wie das Leben auf einer Wolke ist?Ziemlich langweilig, denkst du?Von wegen! Komm mit – ich stelle dir Mimi vor.Mimi lebt auf einer fluffigen, bauschig-weichen Wolke. Kuschelig wie Zuckerwatte, nur ohne klebrige Finger.Der Himmel über ihr ist immer strahlendblau, und ihre Wolke schwebt ganz gemütlich um die Welt.Eines warmen Tages gleitet Mimis Wolke über einen riesigen Spielplatz. Mimi und ihre beste Freundin – ein kleines Wölkchen – spähen neugierig über den Rand.Unten wuseln Kinder durcheinander wie Ameisen beim Picknick:Ein rothaariges Mädchen mit Zöpfen schaukelt so wild, dass ihre Haare fast davonfliegen. Ein Kleinkind sitzt im Sand, schaufelt fleißig – und probiert heimlich eine Portion. Igitt! Schnell wird ausgespuckt. Ein Junge im Trikot jagt einem Fußball hinterher. Ein freches Mädchen blockiert die Rutsche, und die anderen versuchen kichernd, sie gemeinsam hinunter zu schubsen. Ein zierliches Mädchen hängt auf der Wippe in der Luft, während ihr Gegenspieler – ein pummeliger Junge – grinst wie ein König auf dem Thron. Und am Rand lässt ein Papa mit seinem Kind einen Drachen steigen.Mimi ist begeistert. So viele Stimmen, so viel Quatsch, so viel Leben!Als die Sonne untergeht, verschwinden die Kinder nach und nach.Das kleine Wölkchen kuschelt sich zum Abschied an Mimi, dann schwebt es davon. Gute Nacht!Mimi bleibt zurück und kuschelt sich in ihr Bett aus Nebelwatte. Aber sie kann nicht einschlafen. In ihrem Kopf tobt der Spielplatz weiter. Sie spielt gern mit dem Wölkchen – sie hüpfen, rollen, verstecken sich zwischen anderen Wolken.Aber so ganz ist es nicht dasselbe.Kein Lachen, kein Singen, keine Schaukel, keine Wippe und keine Kinder.Und über den Wolken ist es still. Sehr still. Nur Mimis Stimme ist zu hören.Als sie die Sterne betrachtet, flüstert sie:„Ach, ich wäre so gern mal da unten. Nur für einen Tag.“Am nächsten Morgen kommt das kleine Wölkchen wie immer vorbeigeflogen.Aber Mimi ist in Gedanken.„Wie komm ich bloß runter?“ murmelt sie. „Eine Leiter? Ein Seil?“ Sie überlegt. Grübelt. Seufzt.Da beginnt das Wölkchen, sich zu verformen – und sieht plötzlich aus wie Mimi selbst! Mit Wölkchen-Zöpfen!Es tippt ihr auf die Schulter.Mimi kichert.„Wie machst du das bloß? Du brauchst unbedingt einen Namen. Wie wär’s mit... Lola?“Das Wölkchen nickt. Und Mimi strahlt. Gemeinsam tanzen sie durch den Himmel. Ein feiner Regen fällt. Als der Regen aufhört, spannt sich ein prächtiger Regenbogen über den Himmel. Mimi und Lola sitzen nebeneinander, sagen nichts – und staunen einfach.Am nächsten Tag sitzt Mimi wieder am Wolkenrand.Unten toben die Kinder.„Ich hab’s!“ ruft sie. „Eine Riiiiesenrutsche – direkt aus meiner Wolke!“Doch ihre Freude hält nicht lange.„Woher soll ich so eine Rutsche nehmen?“Lola versucht, sie aufzumuntern – mit bunten Lichtblitzen, mit einem kleinen Tanz.Aber Mimi ist traurig. Ganz still. Ihre Wolke färbt sich grau.Das kleine Wölkchen schwebt ganz nah heran und schmiegt sich an sie.Eine leise Umarmung. Ein tiefer Atemzug. Eine kleine Träne rollt über Mimis Wange.Dann geschieht etwas Unglaubliches.Als Mimi die Augen wieder öffnet, steht sie mitten auf dem Spielplatz!Rutschen, Schaukeln, Klettergerüste – Kinder! Überall Kinder!Ein blauer Ball stupst gegen ihren Fuß. Ein kleiner Junge gluckst sie an.Mimi rollt den Ball zurück. Sie lachen beide.Es ist kein Traum.Sie schaukelt (ui, schwindelig!),sie klettert (sie kennt ja Höhe!),und dann trifft sie Marie und Lara – zwei Mädchen mit blitzenden Augen.„Willst du mit uns rollen?“„Na klar!“Sie kugeln gemeinsam den Hügel hinunter, lachen, taumeln, stehen auf wackligen Beinen.Danach springen sie Seil, spielen Verstecken, Stein-Schere-Papier. Auf der Wippe helfen sie Mimi – sie ist ein bisschen zu leicht allein. Aber zu dritt klappt alles. Als die Sonne untergeht, müssen Marie und Lara nach Hause.„Sehen wir uns wieder?“„Das wäre toll!“Mimi nickt. Glücklich.Sie setzt sich auf eine Bank, Sie schließt die Augen. Atmet tief ein. Und... beginnt zu schweben. Ganz sanft steigt sie in den Himmel zurück.Und da wird ihr klar:Sie ist selbst eine kleine Wolke.Eine mit einem großen Herz und großen Träumen.Eine einzige Träne bringt sie zur Erde.Ein tiefer Atemzug – und sie fliegt zurück.„So einfach ist das“, denkt sie überrascht. Und da – über den Wolken – wartet Lola schon. „Du wirst es nicht glauben!“ ruft Mimi. „Heute ist ein Traum wahr geworden!“
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Auf der Wolke, weich und sacht,
lebt die Mimi, Tag und Nacht.
Über Wiesen, fern und nah,
schaut sie Kinder – wunderbar.
Zwischen Wolken schwebt sie leis,
träumt von einer Kinderschau,
wo das Lachen laut erklingt,
und sie fröhlich mittendrin springt.
Wölkchen Lola tanzt umher,
macht der Mimi Träume schwer.
Eine Träne tropft hinab,
und ein Wunder wird ihr Grab.
Plötzlich steht sie auf dem Feld,
wo das Lachen ewig hält,
schaukelt, klettert, springt umher,
mit den Kindern – Glück – so sehr.
Als sie heimkehrt auf die Bahn,
über Wolken, leicht und klar,
weiß sie, dass ein Traum erwacht,
wenn das Herz zum Himmel lacht.