Heute sitzen wir bei unserem Ausbildungsabschluss, aber am Anfang haben wir: Von Januar bis Juli, von Praktikum zu Praktikum, von Protokoll zu Protokoll gelernt, wie wir die Entwicklung von Kindern wahrnehmen, und sie einschätzen können. Dabei hätten wir unsere eigene fast übersehen.Oft merkt man nicht, wie sehr man wächst, wenn man die ganze Zeit damit beschäftigt ist, weiterzumachen, in der Ausbildung voranzukommen, seine Ziele immer höher zu stecken…Wir kamen hier an der Schule an, kannten kaum jemanden, saßen zwischen fremden Gesichtern und fremden Namen und hörten Wörter, die sich wie eine fremde Welt anfühlten. Ob wir hier überhaupt richtig sind, wussten wir noch nicht. In dieser Klasse, der Schule, in diesem Beruf , oder mit der Entscheidung mit Kindern arbeiten zu wollen.Wir wussten von Anfang an, dass Kinder sich entwickeln, dass Sie wachsen, lernen, und Dinge tun, die Kinder eben so machen, aber dieses wissen gehörte noch nicht zu uns, nicht zu der Person die wir vor zwei Jahren waren.Mit jeder neuen Unterrichtsstunde mit jedem Thema und jeder neuen Woche, lernten wir Kinder zu beobachten, ihre Kompetenzen zu erkennen, Situationen einzuschätzen und zu verstehen, warum ein Kind handelt, wie es nun mal handelt. Dass hinter einem Verhalten meistens mehr steckt. Die Lehrkräfte sprachen seit Tag eins in einer Sprache mit uns, die wir noch nie gesprochen hatten. Didaktische Planung, Protokolle, Aktivitäten, Reflexion, Partizipation und Kompetenzen. Und während uns erklärt wurde, wie man viele Seiten schreibt, wie man etwas beobachtet oder einschätzt und wo man genau hinschauen muss, dachten wir uns wahrscheinlich alle für einen Moment, dass wir diese Sprache vielleicht niemals sprechen werden können.Aber nun können wir sie sprechen.Aus diesen Fremdworten wurde unsere Sprache.Eine Sprache, in der wir denken, planen, arbeiten und auch mal Witze machten, weil sie so zu unserem Alltag geworden war, dass außenstehende Menschen unsere Sprache plötzlich nicht mehr sprachen.Die Ausbildung blieb nämlich irgendwann nicht mehr nur in der Schule. Sie saß mit am Küchentisch, fuhr mit uns im Auto und fand sich manchmal sogar auf der Kleidung wieder, wenn nach einer Malaktivität noch irgendwo Farbe hing.Sie war immer dabei, zwischen etlichen Nachrichten zwischen Mitschülern, in Gesprächen, und überall da wo gefragt wurde, wann die nächste Abgabe ist oder ob jemand weiß, wie man diesen einen Satz besser fachlich begründen kann… Diese Ausbildung ließ uns nicht mehr los.Nicht nur wir selbs haben diese Ausbildung erlebt, sondern auch unsere Eltern, Freunde und Partner. Sie waren zwar nicht Teil unserer Klasse, aber sie waren die Personen, die irgendwann wussten, dass wir schon wieder etwas im Lernfeldunterricht abgeben mussten, auch wenn sie nicht wussten, was ein Lernfeld überhaupt ist.Wobei genau das manchmal der Moment war, an dem man merkte, warum man das Ganze hier eigentlich machte.Ja, wir haben auch gezweifelt. Schon am Anfang, als man sich fragte, ob diese Ausbildung wirklich so machbar ist, wie manche sagten, oder so schwer, wie andere erzählten, die gegangen waren.Später, wenn Prüfungen kamen, wenn Abgaben kurz vor knapp fertig wurden, wenn man dachte, dass an genau dieser einen Sache plötzlich alles vorbei sein könnte. Doch am Ende haben wir immer weitergmacht.Wir haben geredet, umgeplant, Lehrkräfte gefragt, uns gegenseitig irgendwie ins Boot geholt und dabei vielleicht mehr über Kommunikation gelernt, als uns jeder Arbeitsauftrag hätte beibringen können.Manchmal haben wir geweint, manchmal haben wir gelacht, manchmal wollte man einfach nur weg von dieser Schule und trotzdem war man am nächsten Tag wieder da. Nicht immer motiviert, nicht immer sicher, nicht immer mit dem Kopf anwesend.Aber schlussendlich immer da, als Klasse.Menschen sind gegangen. Menschen, von denen man es vielleicht nicht gedacht hätte. Die Klasse wurde leerer, Gruppen haben sich verändert- undAus fünfundzwanzig wurden siebzehn. Jedes Mal, wenn ich diese Zahl sage, fallen mir automatisch die Namen dazu ein.Trotzdem sind wir heute hier. Siebzehn Menschen, die geblieben sind, durch Abgaben, Praktika, Prüfungsphasen und Unsicherheiten gegangen sind, und auch durch Tage, an denen man selbst nicht wusste, ob man am Ende genau das schafft, was man sich vorgenommen hat.Auch wenn diese Klasse nie perfekt war. Wir waren nicht immer die ruhigste Klasse, nicht immer die ordentlichste, nicht immer die Gemeinschaft, die nach außen so aussah, wie man sich eine perfekte Klasse vielleicht vorstellt.Aber wir waren die Klasse, über die wir zu Hause gesprochen haben, wenn wir von Schule kamen. Die Klasse, mit der wir Dinge schaffen mussten und genau die Klasse, mit der wir heute hier stehen.Vielleicht hätten die Menschen, die wir am ersten Tag waren, nicht geglaubt, dass wir heute so hier sitzen.Mit mehr Sicherheit als zuvor. Mit einem Blick, den wir erlernt haben. Mit mehr Haltung in uns selbst. Mit dem Wissen, dass Leistung nicht einfach passiert, sondern dass man jeden Tag etwas dafür tut- früher kommt, länger bleibt, nochmal etwas umschreibt, nochmal nachfragt, nochmal versucht, und dabei irgendwann versteht, dass man bereit ist, etwas zu geben, um an sein Ziel zu kommen.Wir sind nicht einfach nur fertig mit dieser Ausbildung. Wir nehmen auch nicht nur ein Zeugnis mit.Wir nehmen etwas mit, das in uns weitergeht, wenn dieser Tag vorbei ist- In der Art, wie wir Kinder sehen, wie wir Menschen begegnen können, wie wir Situationen einschätzen und wie wir über uns selbst nachdenken.Wir spielen diese Rolle als Fachkraft nicht.Wir sind in sie hineingewachsen.Und jetzt sind wir hier. Mit einem Abschluss. Mit Erfahrung. Mit einer Entwicklung, die uns niemand mehr wegnehmen kann.Heute müssen wir nicht nur erleichtert sein, endlich fertig zu sein.Heute dürfen wir stolz sein.Auf das, was wir erreicht haben.Auf das, was wir ausgehalten haben.Und auf die Menschen, die wir geworden sind. mehr so bro. und psconny st nen sänger der mih bei griffe auch inspierut hat
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Zwischen Januar und Juli die Reise begann,
Von Praktikum zu Praktikum, wir zogen fortan,
Lernten von Kindern, sahen ihr Streben,
Fast übersehen haben wir, unser eigenes Erleben.
In fremder Klasse, mit neuer Sprache,
Fragten wir uns oft: Ist’s die richtige Sache?
Doch in den Stunden des Zweifelns und Strebens
Wuchsen wir leise in unseren Erlebens.
Die Protokolle, die Planung, der Alltag wurde bunt,
Die Ausbildung blieb nicht in der Schule, sondern fand ihren Grund
Am Küchentisch, im Auto, veränderte unser Sein,
Wuchs wie Kinder, doch mit uns allein.
Siebzehn sind wir heute, die geblieben sind,
Mit Stolz und Erfahrung, die kein Ende find'.
Durch Prüfungen, Abgaben, Momente der Qual,
Fanden wir gemeinsam den richtigen Pfad und das Ziel überall.
Jetzt stehen wir hier mit mehr Gewissheit als je,
Mit einem Blick, der das Herz der Kinder versteht.
Nicht einfach nur ein Abschluss, sondern etwas in uns,
Eine Entwicklung, die bleibt und in Zukunft strahlt immens.
Lasst uns stolz sein auf alles, was wir geschafft,
Auf all das, was uns machte und in uns nun klafft.
Nicht nur sind wir fertig, wir sind nun bereit,
Für die Zukunft, die ruft, in Ehrerbietung und Zeit.