Die letzten LebensMeter Straße unter den Schuh’n,
der Regen fraß die Kreidemakierung fort.
Ich hatte keinen Grund zu ruh’n,
nur immer weiter, Ort um Ort.
Aus jedem Schritt, der sich verirrte,
Wuchs ein Weg, der mir am Ende war vertraut.
Nun bricht zusammen, was mich durchs Leben trug :
Trübe Augen voll Staub, ein brennender Atemzug.
Ich steh hier, wo der Boden nachgibt—
Ich sinke auf meine knie und
-ich huste Blut…
…..huste Blut
Ich trag die Jahre nicht als Orden,
ich trag sie wie den nassen Mantel, welcher mich in Kälte umarmt
Der Saum zerschlissen -voller alter Erde,
Jeder Riss zeugt vom Wandel der Zeit
Was fort war, kehrt nicht heil zurück.
Was blieb, ist schwer und spricht doch klar:
Ich bin nicht frei von dem, der ich mal war—
Doch….ich bin noch hier. Ich bin noch da.
Kein Licht.
Kein Trost.
Nur ein brennender Atemstoss….
Alles hängt zusammen!
Schmerz Staub und Blut!
Jetzt weiß ich, wo ich stehe!
Noch im Dreck — doch aufrecht, gut!
Gott sei Dank, es ist vorbei!
Nicht weil nichts mehr in mir brennt —
sondern weil ich nach dem langen Kampf
noch meinen Namen kenn!
Ich geh durch den Schutt des Lebens,
..es geht nach Hause
als einer, der sich wieder selbst beim Namen nennt.
Weil ich Noch meinen Namen kenn
Weil ich noch meinen Namen kenn
ICH KENN’ IHN!
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Die letzten Lebensmeter unter meinen Schuh’n,
der Regen fraß die Kreide von der Straße.
Ich ging, als hieße Weitergehen: ruh’n,
und trug die Jahre schwer im nassen Mantel.
Aus jedem Irrweg wuchs vertrautes Land.
Nun gibt der Boden nach. Ich sinke nieder.
Ich huste Blut. Im Staub liegt meine Hand,
sie tastet nach dem Halt der alten Lieder.
Kein Licht.
Kein Trost.
Der Atem brennt.
Die Nacht hat alles —
bis auf meinen Namen.
Ich bin nicht frei von dem, der ich einst war.
Die alten Risse halten mich noch offen.
Doch unter Schutt wird eine Schwelle klar;
ich geh nach Haus, auch ohne noch zu hoffen.
Gott sei Dank: Nicht alles ist vorbei.
Noch kann ich mich aus diesem Schweigen nennen.
Ich sage meinen Namen.
Er klingt rau.
Ich würde ihn aus tausend Stimmen kennen.