Hochzeitsgedicht: Das Gedicht wird vorgetragen von den Neffen Jakob und Pauli Quehenberger:
Unsere Tante Anna Grünwald (Geborene Quehenberger), 28 Jahre, Geboren am 24.12.1997 (Christkindl) als 7. von 8. Kindern (5 Brüder, 2 Schwestern), auf dem Bauernhof (vulgo Penngut) in Annaberg wuchs sie auf.
Über unsere anderer Tante Maria bzw. ihrer Schwester (Jahrgang 1983) habe ich erfahren:
• Einmal hätte sie fast das 1. Date versäumt, -Handy kaputt, -zu spät gekommen
• Nach dem Fortgehen lange nachbesprochen, so dass sie beim Penngut (Zu Hause in Annaberg) vorbeifuhren und in Abtenau landeten.
• Einmal fuhren sie mit dem Bus und Zug zu ihrer Schwester Regina (anm. Jahrgang 1989, wohnt in der Südsteiermark in Gamlitz), vor lauter ratschen (quatschen) ist der Bus mit den Koffern weitergefahren
• Beim Landjugendfest war wenig los, damit Getränke weitergehen tranken sie alles selber aus – seit dem mag Anna keine Klopfer mehr.
• Hat ihre Schuhe ein paar mal im Taxi verloren
• Beim Boku-Ball (anm. Uni in Wien) verzweifelt Tanzpartner gesucht – wegen gratis Eintritt – letztendlich half sie beim Kassieren
• Ihr Hausmittel Nr. 1 ist Preiselbeerwasser und Kräuterhexe
• Ihr Masterarbeit präsentierte sie hochschwanger ganz kurz bevor ihr Sohn Maximilian auf die Welt kam.
• Anna hat schon die Welt bereist: Sie war schon in Afrika in Tansania, arbeitete in einem Nobelhotel in der Schweiz, arbeitete auch in der Wildnis in Kanada. Letztendlich blieb sie jedoch in Abtenau im Lammertal hängen (anm. Nachbarort von Annaberg).
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Wir, Jakob und Pauli, sind heute bereit,
für Tante Anna wird’s höchste Gedicht-Zeit!
Wir feiern dich herzlich, mit Schalk und mit Schwung,
und reisen zurück zum Beginn deiner Jung’:
Am Heiligen Abend als Christkind gekommen,
hat’s Penngut dich warm in die Arme genommen.
Als siebtes von acht war dir eines schon klar:
Wo so viele reden, wird Schweigen wohl rar!
Das Ratschen liegt dir bis heute im Blut,
mit dir wird selbst Umweg und Wartezeit gut.
Nach dem Fortgehen flog einst das Heimatdorf vorbei –
erst in Abtenau war die Nachlese vorbei.
Nach Gamlitz zu Regina ging’s munter dahin,
doch Plaudern verträgt sich nicht stets mit Termin:
Ihr wart schon heraußen – der Bus fuhr geschwind,
samt Koffern, die offenbar reisefreudig sind.
Das Handy war hin, fast das erste Date auch,
doch Liebe versteht diesen Quehenberg-Brauch:
Man kommt etwas später – und bleibt dann fürs Leben.
Was könnte es Schöneres zur Hochzeit geben?
Beim Landjugendfest halfst du selbst beim Umsatz,
für Klopfer blieb danach kein liebendes Platzerl.
Die Schuhe im Taxi? Schon wieder verschwunden!
Dafür hast du stets deinen Heimweg gefunden.
Am BOKU-Ball sollte ein Tänzer noch her,
denn gratis hineinzugehen lockte dich sehr.
Als daraus nichts wurde, da warst du nicht bang:
Du halfst an der Kassa – so ging’s auch entlang.
Preiselbeerwasser, die Kräuterhexe dazu:
Für manches Wehwehchen weißt Abhilfe du.
Die Masterarbeit, hochschwanger präsentiert –
kurz drauf hat Maximilian das Glück komplettiert.
Tansania, Kanada, Schweizer Hotel:
Die Welt war dir offen, dein Fernweh war schnell.
Doch nach all den Wegen, so weit und so schön,
bliebst du in Abtenau beim Glück schließlich steh’n.
Nun heißt du Grünwald – doch eines bleibt wahr:
Du bist unsre Anna, so wunderbar klar.
Euch beiden viel Liebe, ein Leben voll Lachen –
und Zeit, um gemeinsam noch Umwege zu machen!